Bilder und Beschreibung
am Veloweg Donau / Die Baar
Die Baar ist eine Landschaft an
der oberen Donau. In karolingischer Zeit bildete sich um
Neudingen
als Mittelpunkt ein Verwaltungsbezirk für das fränkische Königsgut
heraus, der als Baar (Deutung umstritten) bezeichnet wurde.
Das gesamte Gebiet oder Teile davon wurden im späten 7.
Jh. nach den herrschenden Grafen genannt (z.B. 763 Adalhartsbaar, Bertholdsbaar).
Königsgut wird an zahlreichen Stellen fassbar. Die Klöster St.
Gallen und Reichenau erwarben davon und aus adligen Schenkungen
reichen Streubesitz in der Baar, ohne daraus politischen Einfluss
ableiten zu können.
Nach und
nach gelang es den in der Nachfolge der Herren der Bertholdsbaar
stehenden Zähringern, Besitz und Rechte in der Baar zu erwerben.
1175 errichteten sie oberhalb von
Neudingen
die Burg Fürstenberg. Bei ihrem Aussterben 1218 erhielten die
Grafen. von Freiburg-Urach die Baar, nach einer Landesteilung 1248
Graf Heinrich.
Dieser nannte sich ab 1250 von
Fürstenberg . Das Hofgericht in
Ensisheim
(F) bekräftigte 1282 die königlichen Rechte und Rudolf von Habsburg
verlieh 1283 Graf Heinrich von Fürstenberg die jetzt als
unteilbare Landgrafschaft bezeichnete Baar als Reichslehen. 1318
vereinten die Fürstenberger die herrschaftlichen Rechte in der Baar,
die danach als Bereich der fürstenbergischen Blutgerichtsbarkeit bis
ins 18. Jh. weiter bestand. 1806 ging die Baar an Baden über.