Donauquelle  
Die Donauquelle ist eine gefasste Karstquelle im Schlosspark von Donaueschingen, die im 18. Jahrhundert zur Quelle der Donau erklärt wurde, um die fürstenbergische Residenz aufzuwerten. Sie stellt sich als kreisrundes Quellbecken dar.
In Baden-Württemberg kennt allerdings jedes Kind den Spruch "Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg", der darauf hinweist, dass die Donau erst östlich des Donaueschinger Schlossparks durch den Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Brigach und Breg zu Stande kommt. Im geologischen Sinn ist es müßig, die "Quelle" der Donau zu suchen, da sie im Lauf der Erdgeschichte eine bewegte Entwicklung genommen hat.
Die Quelle ist eine sog. Karst-Aufstoß-Quelle an der zwischen 50 und 150 Liter Wasser in der Sekunde aus dem Karstgebirge der Schwäbischen Alb an die Oberfläche treten.
Ursprünglich floss die junge Donau von der Donauquelle aus am Schloss vorbei, etwa 2 km parallel zur Brigach und vereinigte sich dann mit Brigach und Breg zu einem einzigen Fluss. Als 1820 der Schlosshof umgestaltet wurde, ist der von der Quelle wegfließende Donaubach unterirdisch zur heutigen Austrittstelle an der Brigach geleitet worden.
Die heutige Gestalt erhielt die Donauquelle im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Quellfassung von 1875 wurde nach den Plänen von Adolf Weinbrenner gefertigt. Die Marmorgruppe des Künstlers Adolf Heer von 1896 stellt die "Mutter Baar" dar, die ihrer "Tochter" - der Donau - den 2.840 km weiten Weg zum Schwarzen Meer weist.
Der Donautempel im antikisierenden Stil über dem Ausfluss des Donaubaches in die Brigach wurde 1910 errichtet. Der Entwurf des "Tempelchens" wurde von Kaiser Wilhelm II. gefertigt.